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Karlsbad: Kurztrip mit Stadterkundung und Wanderung im Kaiserwald

Karlsbad

Karlsbad ist von einem besonderen Flair umgeben, der uns in vorige Jahrhunderte versetzt. Ein Ort voller Historie und Glanz alter Zeiten. Jedoch gibt es Dinge zu entdecken, die nicht augenscheinlich daher kommen. Was für Aktion und Abenteuer du in dieser Stadt erleben kannst und warum Karlsbad sich ausgezeichnet für einen Wochenend- oder Kurztrip eignet, erfährst du in diesem Artikel. 

Unsere kleine Tour durch und um Karlsbad

Sightseeing

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Karlsbad entdeckt man am besten zu Fuß. Dabei kann man sich an den zwei Flüssen orientieren, die mitten durch die Stadt führen (Teplá und Eger). So gelangt man ganz einfach ins Stadtzentrum und zu den beliebten heilenden Quellen, Kureinrichtungen und Hotelanlagen.
Die Hauptattraktionen liegen alle nicht weit entfernt voneinander. Bei einem Bummel nimmt man Mühlbrunnenkolonnade, Mark-, Park-, Schloss- und Gartenkolonnade nahezu automatisch mit. Die Bauten sind alle sehr groß und prunkvoll.

Wir haben uns die meiste Zeit seitens der Teplá aufgehalten, da die Stadt auf dieser Seite im Grünen liegt und für uns damit den meisten Charme versprüht. Ein Moment, den wir nie vergessen werden, ist der Duft frisch gebackener Karlsbader Oblaten, der uns die Straße entlang lockte. Unser Tipp – sofort nachgeben!

Aussichtspunkt Petershöhe

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Da Karlsbad von 3 Bergketten umschlossen liegt, gibt es einige tolle Aussichtspunkte über die Stadt. Der wahrscheinlich am nächsten liegende ist die Aussicht Petershöhe. Zu dieser gelang man direkt vom Zentrum über die steile Straße, die bis zum zum Waldrand führt. Immer weiter bergauf verläuft der Waldweg bis zum Ziel. Es erwartet einen eine ungewöhnlich nahe Ansicht der beschaulichen Stadt und wenn man möchte Speis und Trank auf dem Freisitz einer urigen Stube.
Hat man noch Zeit, kann man hinüber wandern zum großen Diana Tower. Zu diesem Aussichtspunkt führt ebenso eine Seilbahn direkt in die Spitze des Turmes. Der Turm ist von Februar bis Dezember geöffnet. Auch dort bieten sich Möglichkeiten der Verköstigung und beeindruckende Aussichten.

Nationalpark Svatosské skály

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Unser Startpunkt für die Wandertour ist ein Parkplatz am Ortsrand von Doubi, einem Ortsteil Karlsbads. Vorbei an Apfelbäumen, Feldern und Pferdekoppeln, geht es immer der blauen Markierung folgend durch den Wald.
Geht man den Weg hinunter, trifft man auf eine Kreuzung, durch die man sich nicht vom Wege abbringen lassen sollte – hier einfach weiter geradeaus gehen, die Eger stets rechterhand im Blick.
Nach ca. 4 km erreicht man Svatosské Skály, zu Deutsch die Hans-Heiling-Felsen. Dies ist die Hauptattraktion des Nationalparks und nur zu Fuß, per Rad oder Boot erreichbar. Hohe bizarre Felsgebilde aus Granit ragen aus dem dichten Wald hervor. Sie erinnern mich ein wenig an die Felsformationen im Elbsandsteingebirge.

Gleich zwei Gaststädten laden zur Erfrischung ein. Möchte man einkehren, ist das erste, gleichnamig der Naturattraktion, zu empfehlen. Eine Wildgaststätte, die hervorragenden Wildgulasch mit hausgemachten Knödeln serviert. Sie besitzt außerdem Sitzgelegenheiten direkt gegenüber der Felsformation, am Ufer des Flusses.
Eine Hängebrücke führt über die Eger und bringt einen guten Schwunges auf die andere Seite.

Insider Tipp: Da der Weg sehr gut ausgebaut und asphaltiert ist, kann man die wunderschöne Strecke auch bequem per Inline Skates zurück legen. Vom Parkplatz bis zur Felsenstadt ist das kein Problem. Wenn die Tour weiter gehen soll Richtung Loket, sollten normale Schuhe zum wechseln im Rucksack mitgeführt werden.

Nach Loket und zurück mit dem Boot

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Ab der Hängebrücke läuft man Richtung Loket auf einem Waldweg, weiter entlang der wilden Eger. Nach 4 km erreicht man die ersten Häuschen und kurz darauf einen schönen Campingplatz direkt am Ufer. Hier befindet sich der erste von 3 Bootsverleihen des Ortes (1 km in den Ort hinein gibt es den nächsten Verleih, sowie ein Stück weiter über die Brücke einen dritten). Hier kann man sich z.B. Kajaks oder Raftingboote ausleihen. Für 1 Kajak für 2 Personen zahlt man umgerechnet ca. 10 Euro. Dafür kann man sich bequem mit der Strömung zurück nach Karlsbad treiben lassen.

Wichtiger Tipp: Nach 15:00 Uhr werden keine Boote mehr dafür heraus gegeben, da die Bootsverleihe nur bis 18 Uhr geöffnet sind und mindestens 3 Stunden für die Tour eingeplant werden.

Fakten über Karlsbad

Bausubstanz

Der Baustil in Karlsbad reicht von Hochbarock über Neorenaissance bis hin zur Moderne. Die prunkvollen Bauten stammen überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Sie wirken surreal, fast märchenhaft. Bei einem Spaziergang entlang der Promenade am Fluss, kann man sich dem historischen Flair nicht entziehen.

Natur und Umgebung

Der Kaiserwald ist nah und vielfältig in seinen Naturattraktionen. Es gibt jede Menge zu entdecken und Abenteuer zu erleben. Wilde Flüsse laden zum River Rafting ein, Granitfelsformationen machen Kletterbegeisterte glücklich, Naturlehrpfade bringen Wissen und Spaß, aber auch Abgeschiedenheit und der pure Einklang mit der Natur ist für den einsamen Wanderer zu finden.

Transfer

Es gibt eine besondere Verkehrsregelung in Karlsbad, die das Parken und Befahren des inneren Kurbereiches verbietet, mit gewissen Ausnahmemöglichkeiten. Der nicht befahrbare Bereich ist mit Hinweisschildern gekennzeichnet (Einfahrt-Verboten Schilder). Im Gegenzug stehen ausreichend Parkmöglichkeiten am Rande des Kurbereiches bereit.
Für Hotelgäste ist die Einfahrt möglich, solange sie ihren Aufenthalt durch eine Hotelreservierung nachweisen können. Das parken ist nur auf Hotelparkplätzen gestattet. Dafür werden Extragebühren fällig, die zu den Kosten der Unterkunft hinzu gerechnet werden.

Geld

Die Tschechische Währung Kronen (CZK / Kč). In grenznahen Gebieten ist es aber kein Problem mit Euro zu zahlen. Wichtig ist nur, dass man im Vorhin fragt. Falls es nicht möglich ist kann man im Notfall auch noch mit Kreditkarte zahlen – hat man die richtige zur Hand, ist das kostenlos.
Falls man doch Geldwechseln möchte, ist es in einer Bank am sichersten. Ansonsten kann man in eine Wechselstube gehen. Absolut vermeiden sollte man es jedoch das Geld auf der Straße zu wechseln.

Unterkunft

Karlsbad bietet die Möglichkeit dank seiner vielen Luxushotels sehr komfortabel zu wohnen. Preislich gibt es nach oben hin kaum eine Grenze. Jedoch findet man auch zu einem moderate Preis ausgesprochen hübsche Apartments oder Hotelzimmer. Einfach gehaltene Unterkünfte sind für Minimum 22 € zu haben.

Mein Fazit zu Karlbad

Karlsbad ist ein wunderbarer Ort für kürzere Ausflüge und Wochenendtrips. Es liegt mitten in der Natur, direkt im Nationalpark. Somit kann Sightseeing und Wanderung sehr gut miteinander verbunden werden.

Um Karlsbad und Umgebung zu erkunden, bietet sich ein Wochenende an, da man mindestens 1 Tag einplanen sollte. Da es ein weltberühmter, historischer Kurort ist, wird er oft von Reisebussen heimgesucht. Besonders beliebt ist der Kurort bei Wander- und Radsportliebhabern. Paare besuchen es, um erholsame und romantische Stunden zu verbringen. Familien lieben die Abwechslung von Sport, Spaß und Entspannung.

Warum Karlsbad:

  • Karlsbad ist historischer Kurort und berühmt für seine heißen, heilenden Quellen.
  • Ob Städtetrip oder Naturerlebnis, da es mitten im Nationalpark liegt, verbindet man am besten beides miteinander. Wanderwege beginnen direkt ab der Innenstadt. Aussichtspunkte liegen ganz nah, so dass man schnell den besten Blick über die Stadt genießen kann.
  • Aktion vs. Entspannung – Mountainbiking, Seilbahnfahren, Klettern, Fiakerfahrten, Riverrafting oder Paddeln versprechen jede Menge Spaß – Thermalbäder, Saunalandschaften und Wohlfühlprogramme sorgen für Ruhe und Ausgeglichenheit.
  • Die Böhmische Küche ist günstig und lecker – der Klassiker und mein absoluter Favorit: Gulasch mit hausgemachten Knödeln.
  • Immer noch ein Muss für Groß und Klein: frische Karlsbader Oblaten.
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