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Streifzug über die Designers Open 2017

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Die letzten drei Tage fand in der Leipziger Kongresshalle im Zoo die Designers Open 2017 statt. Ich habe einen kleinen Streifzug über die Messe gemacht und mir die Schmuckstücke heraus gepickt. Hier präsentiere ich euch ganz kurz die meiner Meinung nach schönsten Design Produkte des Jahres. 

Lichtliebe

Am Lichtliebe Stand haben mir die neu designten LED Alu-Pendelleuchten und die wiederaufladbare Akkuleuchte mit Touchdimmer gefallen, die man super Outdoor, z.B. für den Balkon oder beim Grillen nutzen kann. Vor Ort traf ich Kay Lohse und seine Schwester, die schon in den Startlöchern für ihre brandneuen Design-Leuchten aus Zement sitzen. Weiter soll es bald verschiedene Deckenbaldachins geben.

 

ACHT-ZWEI

Die Möbel- und Leuchtenmanufaktur ACHT-ZWEI überzeugt mit viel Struktur. Auch hier wird aktuell besonders auf Beton gesetzt: für die praktische Tischdekoration in Wohnzimmer und Küche gibt es Untersetzer-Sets, Obstschalen und Serviceplatten, sowie Industrielampen und kleine Karten-, Stiftehalter- und Bürosets für den Schreibtisch. Ansonsten zu bieten hat Dariusch Rafizada jede Menge klassischer Retrolampen.

 

Anita Riesch

Mit Tableware aus Keramik und Porzellan in Kombination mit kleinen Hängepflänzchen wurde inmitten der Messe eine bezaubernde Oase geschaffen. Ein echter Eyecatcher und das nicht nur auf den ersten Blick. Hinter all den „Planters“, Coffee Mugs, Vasen und Kuchenplatten, lugt Diplomkünstlerin Anita Riesch hervor. Sie setzt bei ihren Unikaten und Kleinserien auf Qualität und Nachhaltigkeit. 100% Handarbeit stehen vor mir. Ein ganzer Schaffensprozess aus einer Hand – sehr beeindruckend! Hier trifft individuelles Design wirklich auf aller höchste Liebe zum Detail.

 

K & T Blogger Lounge

Gleich nebenan lege ich ein kurzes Päuschen ein in der K&T Bloggerlounge. Hier wird sich fleißig vernetzt und ausgetauscht. Ein Ruhepol zwischen den Messeständen, der mittlerer Weile auf der Designers Open nicht mehr wegzudenken ist. Später treffe ich Franzi & Steffi von Kiss & Tell auf einen kurzen Plausch.

 

Stadtelster

Schmuck – dieser Schmuck! Es glitzert und funkelt am Messestand der Stadtelster. Goldschmiedin Jessica Herber präsentiert ihre neusten Schmuckstücke für Jedermann. Besonders sympathisch ist mir die Upcycling-Herstellungsweise auf ausschließlich nationaler Ebene, die umweltfreundlich und ressourcenschonend ist. Großgeistige Kleinserien mit Herz! Ebenso verkauft die Künstlerin  farbenprächtige Illustrationen im Aquarell-Stil.

 

mywoodness

Besonders beeindruckend verbindet mywoodness Design und Funktion. Die Möbelstücke der Designerin Corinna Hesse bewegen durch Einfachheit und Stilbewusstsein. Sie treffen den Nerv der Zeit. Gefertigt wird kontrolliert, mit regionalem Bezug und auf höchstem Qualitätsniveau. Es wird ein Wohnfeeling nah der Natur geschaffen, das mich sehr beeindruckt!

 

Robin Wood

Die Öko-Uhren von Robin Wood lassen die Herzen von Naturliebhabern höher Schlagen. Sie werden aus nachhaltig angebautem Kork, Hanf, sowie Bambus gefertigt. Mit jedem Kauf wird in Kooperation mit Klub Gaja (NGO seit 1988) ein Baum gepflanzt und weitere nachhaltige Projekte unterstützt. Ebenso vermarktet Robin Wood Brillen mit Holzgestellen aus Bambus. Ein hoch auf das Öko-Design!

 

meinhaustierkissen / Kulturmöbel / Anja Baumgärtel

Ebenfalls ökologisch, nachhaltig und fair kommen die Kissen von meinhaustierkissen daher. Raphael Rill, Gründer von ecofacture und dem Tochterlabel meinhaustierkissen hat es sich zur Aufgabe gemacht hochwertigen, schadstofffreien Textildruck anzubieten. Nicht nur für private Haustierbesitzer, sondern auch für Unternehmen bedruckt er fleißig Kleidungsstücke und Textilwaren jeglicher Art. Die Kissen aus Leinen bestechen durch ihre Qualität und Natürlichkeit und geben jedem Sofa eine individuelle Note.

So schmücken sie hier auf der Designers Open original DDR-Möbel der 50er, 60er und 70er Jahre. Schick, retro und nachhaltig ist das Motto des Design Labels Kulturmöbel. Weitere Einrichtungsstücke des puristischen Mid-Century Modern Bauhaus-Stils gibt es in der Kulturmöbel Verkaufsausstellung zu bestaunen. Vintage ist also niemals out!

Künstlerisch geht Anja Baumgärtel an die Erschaffung von Einrichtungsdesign heran. Alltagsgegenstände werden umfunktioniert, transformiert, weitergedacht und zu neuen Objekten für Wohn- und Arbeitsraum geformt. Raumtrenner, Tische, Untersetzer usw. werden individuell gefertigt. Aktuell zeigt sie auf der Designers Open ihr neues Lampendesign.

 

design.stiehler

„Eine Schale mit optimaler Handhabung“ hat Produktdesignerin Saskia Stiehler geschaffen – genau eine „handvoll“ als ideale Menge z.B. zum Naschen, ein praktisches, formschönes Produkt, das nicht nur gut in der Hand liegt, sondern auch schick ausschaut. Des weiteren fertigt sie unter dem Label design.stiehler Vasen, Geschirr und weitere Porzellanprodukte.

 

Zirkeltraining

Originell, mit viel Witz und jede Menge Nostalgie Scharm vermarktet „Turnvater“ Bernd Dörr unter dem Label Zirkeltraining Taschen, Möbel und Accessoires aus alten Sportgeräten und Turnmatten. Es entstehen Vintage-Einzelstücke die Erinnerungen wecken. Allein der Geruch und das Gefühl des Turnmattenleders, lässt einen schwelgen in früherer Zeit, in der es hieß #inderhallenurmithellersohle.

 

Resumé zur Designers Open 2017

Auswertend zur diesjährigen Designers Open ist zu sagen, dass viele Labels auf Upcycling setzen und zunehmend ressourcenschonend und mit Blick auf die Umwelt lokal, regional oder national produzieren. Das ist ein erfreulicher Trend, der sich hoffentlich langlebig in die Designwelt integriert und etabliert. Gutes Design ist das Eine – wenn man dahinter blickt, ist es aber umso schöner zu entdecken, dass mit Konzept und fairen, umweltschonenden Mitteln gearbeitet wird.

Als Paradebeispiel hierfür möchte ich ein Label erwähnen, dass mir schon vor zwei Jahren besonders aufgefallen ist:

Megalomania

Hinter diesem Wort verbergen sich Designobjekte, die nah an der Natur durch kompostierbare Materialien, fern vom Plastikkonsum neu oder auf Upcyclingbasis aus Müll geschaffen werden. Hier besinnt man sich zurück auf eine Zeit ohne Kunststoff. Designerin Sophie Döhler ruft mit ihrem Label zu einem Umdenken weg vom „schädlichen Massenpodukt“ hin zu langlebig, gesunden Produkten, die ebenso bestand im Konsum finden können, auf. Ihre Designs sind offen kommuniziert, was bedeutet, dass sie für jedes Produkt auch eine Bauanleitung veröffentlicht, im Sinne von „Teilen für eine bessere Zukunft“. Diese Ansätze könnten, denke ich, wegweisend und sinngebend für eine mögliche neue, bessere Konsumwelt sein!

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